Termine

Engagiert für Flüchtlinge in Köln
08.06.2018 - Zollstock Gespräche Ausstellung "Warum fliehen Menschen?" 08.06.-01.07.2018
Gedenkgang Peter und Paul
07.07.2018 - Erinnerungsspuren von Krieg und Frieden in Köln-Mülheim - Ein ökumenischer Gedenkgang
Engagiert für Flüchtlinge in Köln
12.07.2018 - Geflüchtete mit Behinderung

Sonst noch ...

Podiumsgespräch zur Kremierung
29.12.2017 - KA und Evangelischer Kirchenverband Köln und Region hatten eingeladen zum Thema ?Umgang mit der Asche verstorbener Menschen?.
Gemeinsam gegen Antisemitismus
19.11.2017 - Gesammelte Aufmerksamkeit und betroffene Stille im abendlichen Einkaufstrubel -

Der Katholikenausschuss setzt sich ein für würdige Bestattungen

Bestattung von Menschen ohne Angehörige

In Köln sterben in jedem Jahr annähernd 700 Menschen, um deren Bestattung sich weder Verwandte noch Freunde kümmern (können). Das Ordnungsamt versucht zu ermitteln, ob es Verwandte gibt, und das Amt stellt sicher, dass gleichzeitig Bestattungsfristen eingehalten werden. Ein würdiger und ethisch korrekter Umgang mit dieser nicht einfachen Situation ist dem KA wichtig - dazu ist der Vorstand in regelmäßigem Kontakt mit der Leitung des Kölner Ordnungsamtes.
Aktiv unterstützt der KA auch pfarrliche Initiativen der Begleitung von "einsamen" Beerdigungen.

Podiumsgespräch zur Kremierung

KA und Evangelischer Kirchenverband Köln und Region hatten eingeladen zum Thema „Umgang mit der Asche verstorbener Menschen“. Es diskutierten Hannelore Bartscherer (KA-Vorsitzende), Rolf Domning (Stadtsuperintendent), Katharina Welcker (Rat der Stadt Köln), Jochen Ott (MdL), Dr. Stephan Keller (Stadtdirektor Köln) und Brian Müschenborn (Bestatter und Theologe). Ausgangspunkt war die seit geraumer Zeit geäußerte (bisher wirkungslose) deutliche Kritik an der Tatsache, dass im städtischen Krematorium der Asche von Verstorbenen Metalle wie Gold und Implantate entnommen werden, dies im Einklang mit der Friedhofssatzung.

Wenn auch in der Diskussion die Hoffnung auf eine schnelle Entscheidung (Änderung der Satzung ist lt. Dr. Keller erforderlich) gedämpft wurde, so ist doch das Problembewusstsein bei allen Beteiligten gewachsen. Einen ausführlichen Artikel zu der Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln.

Grabstätte für obdachlose Menschen

Seit 1997 gibt es ein besonders Gräberfeld auf dem Kölner Südfriedhof, auf dem obdachlose Menschen beigesetzt werden. Dieses Gräberfeld wird durch Bürgerspenden und mit Hilfe des KA erhalten und gepflegt.

 

Stellungnahme des Katholikenausschusses in der Stadt Köln zum würdevollen Umgang mit der Asche Verstorbener vom 3. November 2014:
Die würdige Bestattung Verstorbener – unsere Bestattungskultur – ist dem KA ein wichtiges Anliegen.
Presseinformationen über die in der Stadt Köln bei Kremationen wohl übliche Praxis, metallische Implantate aus der Asche der kremierten Verstorbenen zu entnehmen und zu veräußern, sind in jüngster Zeit in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gelangt.

Wir fordern dringend eine Abkehr von der bisher geübten Praxis!

Aus der Sicht des KA muss für die Entscheidungsträger zwingend gefordert werden, zwischen dem Interesse an der körperlichen Integrität des Verstorbenen und der damit verbundenen emotionalen Bindung seiner Angehörigen einerseits und den technischen Möglichkeiten und Zwängen bei der Kremierung andererseits einen akzeptablen Konsens zu finden.
Bewusst beim Verstorbenen hinterlassene persönliche Objekte und Implantate (z. B. Eheringe, Schmuck, Zahngold u. ä.) müssen bei der Kremierung in der Asche verbleiben und der Urne zugeführt werden.
Metallische Objekte, die auf Grund ihrer konstruktionsbedingten Größe nicht in der Urne Platz finden können, dürfen mit einer angemessenen Information der Angehörigen von der Asche des Verstorbenen getrennt und einer Verwertung zugeführt werden.

 

KA fordert und fördert gesetzliche Regelungen zur Bestattung totgeborener Kinder

Im Bestattungsgesetz der Länder ist eine Bestattungspflicht für totgeborene Kinder nicht vorgeschrieben aber erlaubt. Das Bestattungsgesetz NRW ist soweit gegangen, Einrichtungen (wie Krankenhäuser mit geburtshilflichen Stationen) zu verpflichten, totgeborene Kinder würdevoll zu bestatten, wenn sich die Eltern nicht um eine Bestattung kümmern. Die Durchführung der Verpflichtung ist meistenteils von der Initiative der jeweiligen Krankenhausseelsorge abhängig. Die Seelsorger des St. Vinzenzhospitals, der Universitätsklinik und des Krankenhauses der Augustinerinnen haben in Kooperation mit der Stadt Köln ein Grabfeld auf dem Kölner Nordfriedhof eingerichtet. Der Katholikenausschuss beobachtet und fördert die Entwicklung und steht in Verbindung mit der Bundesgesundheitsministerin.

 

Im Tod nicht vergessen

Eine kleine Gruppe von Menschen folgte am 28.12. der Einladung des KA, eine Urne mit der Asche von totgeborenen Embryonen und Föten zu bestatten.

1.144 totgeborene Kinder wurden an diesem Tag - nach einer Andacht, in der der Kinder und ihrer Eltern gedacht wurde - in einer roten Urne beigesetzt. Bereits im fünften Jahr hat der KA in Zusammenarbeit mit den Bestattern Kuckelkorn und Kremer diese Bestattungsfeier auf dem katholischen Friedhof Sonderburgerstraße in Köln-Mülheim vollzogen.

„Es ist uns wichtig, diesen Kindern einen Ort und ein Gebet zu geben“, betonte KA-Vorsitzende Hannelore Bartscherer in ihrer Ansprache.

Bestattung totgeborerener Kinder im Dezember 2015

Am Sonntag, dem 27. Dezember 2015, dem Fest der heiligen Familie, hatte der Katholikenausschuss Köln eingeladen, an der Beisetzung einer Urne mit der Asche von 1201 totgeborenen Kindern aus unserem Kölner Stadtbereich teilzunehmen. Am Ende einer heiligen Messe in der Liebfrauenkirche in Köln-Mülheim lud die Vorsitzende, Frau Hannelore Bartscherer, dazu ein an der Beisetzung auf dem Friedhof Sonderburger Straße teilzunehmen. „Es ist uns sehr wichtig, dass diesen Kindern ein Ort, ein Gedenken und ein Gebet gegeben wird“, betonte sie erläuternd bei ihrer Einladung.
Nach einer kurzen Liturgie auf dem Friedhof, geleitet von Pfarrer Zdzisław Tomporowski und Pfarrer Stefan Wagner, und einem von allen Begleitenden gemeinsam gesprochenen „Vater unser“ wurde die feuerrote Urne mit der Asche der Kinder in einer Grabstätte, gestiftet von der Gemeinde der Liebfrauenkirche, auf dem Friedhof beigesetzt und die Gedenkstelle durch einen Stein, versehen mit dem Datum der Beisetzung (27.12.2015), verschlossen.
Abschließend dankte Frau Bartscherer den beiden Geistlichen, allen Anwesenden, dem Stiftungsrat der Gemeinde der Liebfrauenkirche, die die Grabstätte und einen weißen Marmorstein zur Verfügung gestellt hat, und vor allem auch den beiden Bestattern Thomas Kremer und Christoph Kuckelkorn für ihre Beteiligung und ihr Engagement. Sie lud auch für das kommende Jahr ein, in dem in ähnlicher Weise wiederum der Kinder an gleicher Stelle gedacht werden soll.