Termine

Engagiert für Flüchtlinge in Köln
10.11.2017 - Erste Schritte zur Alphabetisierung
Engagiert für Flüchtlinge in Köln
16.11.2017 - Anhörung? Wie können sich Geflüchtete darauf vorbereiten und wie kann ich unterstützen?
Engagiert für Flüchtlinge in Köln
07.12.2017 - Deutschkurse in Köln

Sonst noch ...

Freya von Moltke Gedenktafel
29.03.2017 - Wie hält man Erinnerungen wach? Es ist unabdingbar, an Menschen zu erinnern, die sich für Verständigung und Frieden eingesetzt haben.
Offener Brief der "Jubiläumspriester"
21.02.2017 - Wir freuen uns im KA über den offenen Brief der "Jubiläumspriester" - 50 Jahre Priester im Erzbistum Köln ? Rückblick und Perspektiven -

Der Katholikenausschuss setzt sich ein für würdige Bestattungen

Bestattung von Menschen ohne Angehörige

In Köln sterben in jedem Jahr annähernd 700 Menschen, um deren Bestattung sich weder Verwandte noch Freunde kümmern (können). Das Ordnungsamt versucht zu ermitteln, ob es Verwandte gibt, und das Amt stellt sicher, dass gleichzeitig Bestattungsfristen eingehalten werden. Ein würdiger und ethisch korrekter Umgang mit dieser nicht einfachen Situation ist dem KA wichtig - dazu ist der Vorstand in regelmäßigem Kontakt mit der Leitung des Kölner Ordnungsamtes.
Aktiv unterstützt der KA auch pfarrliche Initiativen der Begleitung von "einsamen" Beerdigungen.

Grabstätte für obdachlose Menschen

Seit 1997 gibt es ein besonders Gräberfeld auf dem Kölner Südfriedhof, auf dem obdachlose Menschen beigesetzt werden. Dieses Gräberfeld wird durch Bürgerspenden und mit Hilfe des KA erhalten und gepflegt.

 

Stellungnahme des Katholikenausschusses in der Stadt Köln zum würdevollen Umgang mit der Asche Verstorbener vom 3. November 2014
Die würdige Bestattung Verstorbener – unsere Bestattungskultur – ist dem KA ein wichtiges Anliegen.
Presseinformationen über die in der Stadt Köln bei Kremationen wohl übliche Praxis, metallische Implantate aus der Asche der kremierten Verstorbenen zu entnehmen und zu veräußern, sind in jüngster Zeit in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gelangt.

Wir fordern dringend eine Abkehr von der bisher geübten Praxis!

Aus der Sicht des KA muss für die Entscheidungsträger zwingend gefordert werden, zwischen dem Interesse an der körperlichen Integrität des Verstorbenen und der damit verbundenen emotionalen Bindung seiner Angehörigen einerseits und den technischen Möglichkeiten und Zwängen bei der Kremierung andererseits einen akzeptablen Konsens zu finden.
Bewusst beim Verstorbenen hinterlassene persönliche Objekte und Implantate (z. B. Eheringe, Schmuck, Zahngold u. ä.) müssen bei der Kremierung in der Asche verbleiben und der Urne zugeführt werden.
Metallische Objekte, die auf Grund ihrer konstruktionsbedingten Größe nicht in der Urne Platz finden können, dürfen mit einer angemessenen Information der Angehörigen von der Asche des Verstorbenen getrennt und einer Verwertung zugeführt werden.

 

 

KA fordert und fördert gesetzliche Regelungen zur Bestattung totgeborener Kinder

Im Bestattungsgesetz der Länder ist eine Bestattungspflicht für totgeborene Kinder nicht vorgeschrieben aber erlaubt. Das Bestattungsgesetz NRW ist soweit gegangen, Einrichtungen (wie Krankenhäuser mit geburtshilflichen Stationen) zu verpflichten, totgeborene Kinder würdevoll zu bestatten, wenn sich die Eltern nicht um eine Bestattung kümmern. Die Durchführung der Verpflichtung ist meistenteils von der Initiative der jeweiligen Krankenhausseelsorge abhängig. Die Seelsorger des St. Vinzenzhospitals, der Universitätsklinik und des Krankenhauses der Augustinerinnen haben in Kooperation mit der Stadt Köln ein Grabfeld auf dem Kölner Nordfriedhof eingerichtet. Der Katholikenausschuss beobachtet und fördert die Entwicklung und steht in Verbindung mit der Bundesgesundheitsministerin.

 

Bestattung totgeborerener Kinder im Dezember 2015

Am Sonntag, dem 27. Dezember 2015, dem Fest der heiligen Familie, hatte der Katholikenausschuss Köln eingeladen, an der Beisetzung einer Urne mit der Asche von 1201 totgeborenen Kindern aus unserem Kölner Stadtbereich teilzunehmen. Am Ende einer heiligen Messe in der Liebfrauenkirche in Köln-Mülheim lud die Vorsitzende, Frau Hannelore Bartscherer, dazu ein an der Beisetzung auf dem Friedhof Sonderburger Straße teilzunehmen. „Es ist uns sehr wichtig, dass diesen Kindern ein Ort, ein Gedenken und ein Gebet gegeben wird“, betonte sie erläuternd bei ihrer Einladung.
Nach einer kurzen Liturgie auf dem Friedhof, geleitet von Pfarrer Zdzisław Tomporowski und Pfarrer Stefan Wagner, und einem von allen Begleitenden gemeinsam gesprochenen „Vater unser“ wurde die feuerrote Urne mit der Asche der Kinder in einer Grabstätte, gestiftet von der Gemeinde der Liebfrauenkirche, auf dem Friedhof beigesetzt und die Gedenkstelle durch einen Stein, versehen mit dem Datum der Beisetzung (27.12.2015), verschlossen.
Abschließend dankte Frau Bartscherer den beiden Geistlichen, allen Anwesenden, dem Stiftungsrat der Gemeinde der Liebfrauenkirche, die die Grabstätte und einen weißen Marmorstein zur Verfügung gestellt hat, und vor allem auch den beiden Bestattern Thomas Kremer und Christoph Kuckelkorn für ihre Beteiligung und ihr Engagement. Sie lud auch für das kommende Jahr ein, in dem in ähnlicher Weise wiederum der Kinder an gleicher Stelle gedacht werden soll.

 

Bestattung totgeborerener Kinder im Dezember 2014

Auch in diesem Jahr fand wieder eine Bestattung totgeborerener Kinder statt.
Hier finden Sie einen aktuellen Artikel der Kölnischen Runschau zur Trauerfeier 2014. Vor der diesjährigen Bestattung totgeborener Kinder auf dem Friedhof Sonderburger Str. hielt KA-Vorsitzende Hannelore Bartscherer folgende Ansprache anlässlich des Sonntagsgottesdienstes in der Kölner Liebfrauenkirche.

 

Bestattung totgeborerener Kinder im Dezember 2013

Eine kleine Gruppe von Menschen ist der Einladung des KA im Dezember gefolgt, eine Urne mit der Asche von 1500 Embryonen und Föten zu bestatten. Mit einer Trauerfeier in der Trauerhalle des katholischen Friedhofs in der Sonderburgerstraße in Köln-Mülheim wurde der toten Kinder und ihrer Eltern gedacht. Die Embryonen und Föten stammen überwiegend aus privaten Praxen. Anders als Krankenhäuser sind niedergelassene Ärzte gesetzlich nicht verpflichtet, sie zu sammeln und für ihre würdevolle Bestattung zu sorgen. „Es ist uns sehr wichtig, dass diesen Kindern ein Ort und ein Gebet gegeben wird“, betont Hannelore Barscherer, Vorsitzende des KA. Die knallrote Farbe der Urne soll symbolisieren, dass auch diese Kinder Farbe ins Leben ihrer Familien gebracht hätten. Ein Zeichen setzen wollten auch Bestatter, Krematorium, Friedhofsverwaltung, Friedhofsgärtner und Steinmetz, in dem sie auf ihre Bezahlung verzichten.