Sonst noch ...

"Kreisau lebt"
23.10.2017 - ... sagt Freya von Moltke in einer Filmszene, die Frau Dr. Annemarie Franke, Kulturreferentin am Schlesischen Museum in Görlitz, während eines Vortrags zum Thema "Freya von Moltke und der Aufbau des Neuen Kreisau" am Donnerstag, den 05.10.2017, im Domforum auf Einladung des KA hielt.
Freya von Moltke Gedenktafel
29.03.2017 - Wie hält man Erinnerungen wach? Es ist unabdingbar, an Menschen zu erinnern, die sich für Verständigung und Frieden eingesetzt haben.

Trennung / Scheidung

Beziehungen können scheitern, Ehen können scheitern - oft ein tiefer und schmerzlicher Einschnitt in das Lebenskonzept.

 

Das wertvolle Ideal gelingender lebenslanger Ehe und ihr sakramentaler Charakter erschweren es bis heute oft, im kirchlichen Kontext auch die nicht gelingenden Ehen im Blick zu halten. Doch schon die Zahl der PartnerInnen, die sich trennen, verbietet ein Wegschauen. Und erst recht fordert es das kirchliche Selbstverständnis, Menschen in "dunklen Stunden" nicht allein zu lassen.

Der Beginn einer Ehe wird bezeugt in einem feierlichen Gottesdienst, in dem "vor Gott und den Menschen" die Hoffnung auf dauerhafte Gemeinschaft bekundet wird. Nach Trennung und Scheidung gibt es weder Feier noch Segen, kein Ritual, das Schmerz, Klage und Sorge vor Gott trägt.

 

Katholikenausschuss und Ehepastoral im Stadtdekanat Köln setzen hier seit Jahren (seit 2011) bereits ein Zeichen, indem sie einen Gottesdienst anbieten für Menschen nach Trennung oder Scheidung, für Menschen, die allein leben oder in neuer Partnerschaft. Eingeladen sind auch Angehörige und/oder Freunde: alle, "die nahe stehen". Zunächst geschah das einmal im Jahr, inzwischen zweimal im Jahr - im Frühjahr und Herbst

 

Tief sitzt das Gefühl der Kränkung durch die "Amtskirche" bei Menschen, deren Ehe auseinandergegangen ist. Sie fühlen sich gemaßregelt und verurteilt, nicht gesehen in ihrem (dann letztlich gescheiterten) Bemühen, die Partnerschaft fortzuführen. Dabei spielt keine Rolle, ob sie selbst den Trennungsschritt vollzogen haben oder der Partner, die Partnerin.  Selbst wenn sie keine neue Bindung eingegangen sind, glauben viele, dass sie von den Sakramenten ausgeschlossen sind - ein sichtbares und fühlbares Zeichen der "Strafe". Nicht selten erleben auch Eltern oder Angehörige diese Kränkung.


Sehr bewußt ist als Gottesdienstort die Kolumba-Kapelle "Madonna in den Trümmern" gewählt - ist es doch ein Ort mit eigener Symbolkraft: Die ehemals große und bedeutende Kirche ist zerstört, um sie herum wurde eine Kapelle und schließlich das große Museum gebaut; das Fußbodenmosaik (abgebildet auf dem Plakat) ist entstanden aus Steinsplittern – neue Schönheit wächst aus den Trümmern.
Der Gottesdienst vermittelt die Botschaft, dass Gott in Krisen und Mutlosigkeit an unserer Seite ist und uns zu neuen Aufbrüchen stärkt. Dieses Thema wird in Lesung, Predigt und Gebeten aufgenommen. Flötenmusik und der Gesang eines kleinen Chores geben Gelegenheit, das Gehörte in Ruhe zu bedenken und zu vertiefen. Die Anwesenden werden eingeladen, eine Kerze zu entzünden und anschließend einen ganz persönlichen Segen zu erbitten. Dabei gibt es immer wieder berührende Begegnungen.

Bestärkt und unterstützt sehen sich die Gottesdienst-Verantwortlichen durch die Aussagen von Papst Franziskus in seinem Schreiben "Amoris Laetitia".

 

Interview mit Frau Rasch im Domradio (Sendung vom 02. November 2016)

Gottesdienst-Termine 2017

Madonna in der Kolumba-Kapelle

Der letzte Gottesdienst zu diesemThema fand wie gewohnt in der Kolumba-Kapelle statt am

Freitag, 10. März um 19.00 Uhr

 

Der nächste Gottesdienst zum Thema  "Neuen Halt finden bei Trennung - Scheidung" findet statt am Freitag, den 10. November 2017 um 19.00 Uhr in der Kapelle "Madonna in den Trümmern" St. Kolumba, Kolumbastraße/Ecke Brückenstraße.

Gottesdienste Trennung - Scheidung - Neubeginn Rückblick

Nach den ersten Gottesdiensten in St. Alban und St. Georg (März 2011, 2012 und 2013) haben sich die Verantwortlichen für die St. Kolumba-Kapelle als Gottesdienstort entschieden. Seither findet er in dieser sehr bewußt gewählten symbolträchtigen Umgebung statt - seit 2015 jeweils zweimal im Jahr. Ganz unterschiedliche biblische Texte sind prägend für die jeweiligen Gottesdienste. Für die Teilnehmenden liegt ein Blatt mit Gebetstexten bereit und mit der Kontaktadresse der Gottesdienst-Gestaltenden. Und es gibt den Hinweis auf die Möglichkeit des Gespräches im Anschluss.

  

 

Weitere Informationen

 

Ein Artikel im Pastoralblatt (Juni 2012) Wenn Wege sich trennen... beschreibt die Erfahrungen mit den Gottesdiensten.

Zum Thema „Pastoraler Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen im Katholischen Stadtdekanat Freiburg“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatskonferenz (14. November 2012) eine Stellungnahme verabschiedet, die Sie hier im vollen Wortlaut nachlesen können.

Stellungnahme des Stadtdekanates Freiburg zur Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen

Freiburger Handreichung zur Begleitung von Menschen in Trennung, Scheidung und nach ziviler Wiederverheiratung in der Erzdiözese Freiburg im Wortlaut